Pokalaus in Wünnenberg – SCV zu harmlos im Aatal

Aus der Traum vom Pokal-Halbfinale. Unsere 1. Mannschaft verlor ihr gestriges Pokalspiel bei der FSV Bad Wünnenberg/Leiberg mit 0:1 (0:1) und scheidet somit als Viertelfinalist aus dem laufenden Kreispokalwettbewerb aus. Im Duell zweier Bezirksligisten war man über weite Strecken zwar das spielbestimmende Team, fand aber in der Offensive zu wenig Lösungen, um einen eigenen Torerfolg feiern zu können.

Für den SCV war es das dritte Spiel innerhalb der letzten sieben Tage und wohl auch deshalb rotierte Trainer Marco Cirrincione eifrig. Gleich sechs neue Gesichter bekam die Startelf im Vergleich zum Ligaspiel in Ostenland. Türk, Strathaus, Horoszko, Pohlmann, Welker und Leinung durften für Wulf, Wiehmeier, Janik, Gorji, Soylu und Peters auflaufen. Beide Mannschaften begannen die Partie mit offenem Visier. Sowohl der SCV als auch der Gastgeber versuchten vom Start weg, den Gegner früh im Spielaufbau zu stören. So entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch mit vielen Richtungswechseln. Echte Torraumszenen blieben jedoch Mangelware, was auch daran lag, dass die Blau-Gelben ihre beachtliche Zahl an Standardsituationen nicht in Gefahr umwandeln konnten. Die FSV hingegen besaß durch Schmidt per Kopf eine erste echte Gelegenheit (22.). Nach einer halben Stunde dann kam es dann zur letztendlich spielentscheidenden Szene. Im Zuge einer weiteren Standardsituation war der SCV nahezu komplett aufgerückt, zwanzig Meter vor dem FSV-Tor verlor man jedoch die Kugel an den Gegner. Wünnenbergs Bese konnte nach dem Ballgewinn ungestört über den ganzen Platz marschieren, um dann Hegers in Szene zu setzen. Der Kapitän der Gastgeber ließ Türk aus vierzehn Metern keine Abwehrchance und so hieß es 1:0 (30.). Dass dieses Ergebnis auch zur Pause noch Bestand hatte lag vor allem daran, dass die Bekekicker bis auf einen Schuss von Jan Pohlmann (28.) keinen weiteren nennenswerten Abschluss zu verzeichnen hatten.

So ging es in Halbzeit zwei darum, einem vermeidbaren Rückstand hinterherzulaufen. Durchaus bemüht agierten die diesmal in schwarz gekleideten Neuenbeker nach Wiederbeginn, die Durchschlagskraft ließ aber nach wie vor zu wünschen übrig. Ruwim Dick scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel an FSV-Keeper Ebbers (59.) und Jan Welker hatte auf Flanke von Mark Leinung eine gute Kopfballgelegenheit, wurde im letzten Moment jedoch am Ausgleich gehindert (64.). Viel mehr kam nicht vom Tabellenführer der Staffel 3 und so konnte sich der Tabellenachte der Staffel 4 mit einfachen Mitteln den Angriffen erwehren. Das Spielmuster der Wünnenberger war dabei gar nicht kreativ, reichte aber, um immer wieder für Nadelstiche zu sorgen. Zwei davon sorgten dafür, dass der SCV die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. In der ersten Szene eröffnete Ernst das Spiel mal wieder mit einem langen Ball über die linke Seite auf Hegers. Der schirmte das Spielgerät geschickt mit seinem Körper ab, bediente Mühlenbein und der wurde kurz vorm Eindringen in den Strafraum von Strathaus gelegt. Gelb für den SCV-Verteidiger (56.). Nur wenige Minuten später wurde es wieder gefährlich an der Strafraumgrenze des SCV. Diesmal sah Strathaus äußerst unglücklich aus, denn Wünnebergs Blome drehte sich so clever in ihn herein, dass ein Foulspiel unausweichlich war. Leider zeigte der Unparteiische wenig Fingerspitzengefühl und verwies Strathaus per Ampelkarte des Feldes (62.). In der Folge herrschte also numerisches Ungleichgewicht. Welche Mannschaft hierbei in Unterzahl agierte, war aber gar nicht zweifelsfrei erkennbar. Denn der SCV drängte den Gegner nun zusehends in die eigene Hälfte. Richtige Aufregung kam aber nur noch einmal auf. Nach einem von Jens Schröder getretenen Freistoß ließ Ebbers den sicher geglaubten Ball wohl durch die Hände hinter die Torlinie gleiten. Für den Unparteiischen war dies allerdings wohl nicht zweifelsfrei erkennbar und so blieb dem SCV ein Treffer versagt (84.). Auf der Gegenseite verhinderte zuvor schon Tayfun Türk den endgültigen Knockout, als er einen Abschluss von Bese sehenswert parierte (81.). In den letzten Minuten warf der SCV alles nach vorne. Die eingewechselten Julian Wiehmeier und Alexander Peters sowie Alexander Doms mühten sich sichtlich und versuchten, die hohen Bälle in die Spitze auf ihre Mitspieler zu verteilen, doch es sollte an diesem Abend nicht sein. Da die FSV ihrerseits die sich bietenden Kontergelegenheiten nicht clever ausspielte, blieb es am Ende bei einem nicht unverdienten 1:0-Sieg für die seit 15 Monaten zuhause ungeschlagenen Wünnenberger, die sich jetzt auf ein weiteres Heimspiel im Halbfinale gegen den Gewinner der Partie Atteln gegen Westenholz freuen dürfen.

Für den SCV geht es am Sonntag in der Meisterschaft erneut auswärts weiter. Um 16 Uhr ist man zu Gast am Deipenweg beim Tabellendritten DJK Mastbruch. Ein Spitzenspiel also als gelungene Ablenkung von einem gebrauchten Pokalabend.

Der SCV spielte mit:

Türk – Horoszko, Strathaus, Dalecki – Schröder – Dick, Pohlmann (80. Wiehmeier), Smith – Doms – Leinung (65. Peters), Welker (65. Gorji)

Tor:

1:0 Hegers (30.)

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