SCV nach 4:1 zurück in der Erfolgsspur

Das war ganz wichtig. Nachdem unsere 1. Mannschaft an den vergangenen beiden Sonntagen jeweils eine Niederlage unterschreiben und damit die Tabellenführung an den FC Nieheim abgeben musste, hatte sie im gestrigen Heimspiel die richtige Antwort parat. Mit 4:1 (1:1) konnte man den zuletzt stark aufspielenden SV Dringenberg in die Schranken weisen und bewies dabei vor allem eins: Geduld. Im Vergleich zum Borchen-Spiel vor einer Woche stellte Trainer Cirrincione seine Elf gleich auf mehreren Positionen um, was zum Teil aufgrund von Sperren (Peyman Gorji) oder Verletzungen bzw. Krankheit (Jens Schröder und Miguel Soylu) teilweise unumgänglich war. Vor allem das Startelfdebüt von Florian Strate überraschte die Zuschauer.

Die Gäste standen zu Spielbeginn trotz ihrer Erfolgsserie und der bis dato zweitbesten Offensive der Liga zunächst tief und agierten abwartend. So war es den Bekekickern vorbehalten, sich in den Anfangsminuten um den Spielaufbau zu kümmern. Alexander Doms und Jan Welker gaben erste Duftmarken in Richtung Gästetor ab, prüften damit aber Dringenbergs Keeper Hinz nicht wirklich ernsthaft. Nach etwa zehn Minuten legte der SVD die Scheu ein wenig ab und versuchte nun, den Druck auf die hinterste Reihe des SCV sukzessive zu erhöhen. Die Antwort war ein zumeist unaufgeregtes Kurzpassspiel, mit dem man stets die richtige Antwort auf die Dringenberger Pressingversuche hatte. Bei Bedarf konnte man aber auch anders und so führte ein langer Ball nach knapp einer Viertelstunde zur Führung. Strate sah in der Spieleröffnung Pohlmann auf der rechten Außenbahn starten und setzte diesen mustergültig mit einem weiten Vertikalball ein. Hinz stürmte etwas zu forsch aus seinem Kasten, hatte aber gar nicht die Möglichkeit, vor Pohlmann an den Ball zu kommen. Der blieb cool und lupfte das Leder über den Keeper hinweg zum 1:0 ins Tor (14.). Auch in der Folge hatte man das Geschehen im Griff und in Person von Lars Bornefeld und Michael Janik auch zwei weitere gute Schussmöglichkeiten. Diese verfehlten ihr Ziel jedoch und so wurde es plötzlich auf der anderen Seite gefährlich. Dringenbergs Kapitän Neumann kam in halbrechter Position an der Strafraummarkierung zum Abschluss, Alexander Wulf konnte den Ball jedoch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken (40.). Besser machte es dann Hajdarevic aus Sicht der Gäste, als er noch vor der Pause ansatzlos aus knapp 25 Metern einfach mal draufhielt. Wulf streckte sich vergebens und die Kugel schlug unten links aus Schützensicht zum 1:1 ein (43.). Mit diesem mehr oder weniger aus heiterem Himmel erzielten Ausgleich ging es dann auch in die Kabinen.

Vielleicht lag es an diesem überraschenden Gegentreffer, dass der SCV ein wenig verunsichert aus der Pause kam. Nur schwer fand man wieder in die Partie und suchte vergeblich nach Lücken im Dringenberger Defensivverbund. Die Gäste hingegen setzten auf schnelles Umschaltspiel und kamen durch Neumann auch so zu einem ersten nennenswerten Abschluss im zweiten Durchgang. Sein Kopfball ging allerdings knapp über das Tor (56.). So plötzlich, wie man vor der Halbzeit den Ausgleich schlucken musste, so plötzlich durfte man dann über das 2:1 jubeln. Nur wenige Augenblicke nach Neumanns Chance landete die Kugel am SVD-Strafraum auf der Brust von Wegs. Der nahm das Spielgerät gekonnt an und schloss aus der Luft direkt ab. Der Ball senkte sich unerreichbar für Hinz ins lange Eck, die erneute Führung (58.). Und dieser Treffer sollte die Sicherheit zurück ins SCV-Spiel bringen. Der Glaube an den Sieg war spätestens dann deutlich zu spüren, als Wulf den fast sicheren erneuten Ausgleich mit einer überragenden Parade verhinderte. Stiewe hatte sich in abseitsverdächtiger Position davon gestohlen und kam frei aus vierzehn Metern zum Abschluss, doch der SCV-Torwart wehrte zur Ecke ab (61.). Mit einem gewissen Selbstverständnis drückte man der Partie nun wieder den blau-gelben Stempel auf, was sich auch in weiteren Treffern niederschlagen sollte. Ersatzkapitän Markus Dalecki (mit Schröder und Lütkefedder fehlten beide etatmäßigen Spielführer) setzte eine Maßflanke von Jan Welker per Kopf zum 3:1 in die Maschen (71.) und Bornefeld vollendete eine gelungene Ballstafette auf Vorlage von Doms zum 4:1 (76.). Mit diesem Doppelschlag entschied man letztendlich das Spiel für sich, Dringenberg glaubte nun auch augenscheinlich nicht mehr wirklich daran, noch Zählbares aus dem Beketal mitnehmen zu können. Ein Kopfball von Schipp fand zwar noch den Weg an den Pfosten des SCV-Kastens (84.), auf der anderen Seite vertändelte der eingewechselte Ruwim Dick eine weitere gute Einschussmöglichkeit (89.). Doch dann war Schluss.

Eine Partie zweier taktisch gut eingestellten Teams fand im SCV einen schlussendlich verdienten Sieger, der sich im Gegensatz zu den Spielen gegen Nieheim und in Borchen für seine Leistung mit Toren belohnte und so zurück in der Erfolgsspur ist. Cirrincione zeigte sich entsprechend zufrieden: „Kompliment an die Jungs. Gegen einen starken Gegner haben sie immer wieder sportlich die richtigen Antworten gegeben und mit insbesondere einer mannschaftstaktisch starken Leistung verdient das Matchglück und damit auch einen Dreier zurück ins Beketal geholt.“

Die nächste Partie steigt kommenden Sonntag auswärts beim FC Peckelsheim/Eissen/Löwen. Gespielt wird ab 14:30 Uhr auf dem Ascheplatz in Eissen.

Der SCV spielte mit:

Wulf – Nesic, Wiehmeier, Strate, Pohlmann (79. Peters) – Bornefeld, Wegs (65. Dick), Janik (83. Strathaus), Dalecki – Doms – Welker

Tore:

1:0 Pohlmann (14.), 1:1 Hajdarevic (43.), 2:1 Wegs (58.), 3:1 Dalecki (71.), 4:1 Bornefeld (76.)

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